leer
IBO Home Service ISDN-Wegweiser
ISDN - Anschlussmöglicheiten
ISDN - was ist das?
ISDN - Highlights
Das kleine ISDN-Lexikon
Der digitale Weg ins Internet mit PPP
T-Online und T-DSL [Extern]
Schneller ins Internet mit DSL [Extern]
ISDN und Internet und CAPI

Der digitale Weg ins Internet mit PPP

Erfolgreiche und problemlose Datenübertragung hat den Einsatz von kompatiblen Gegenstellen zur Voraussetzung. Bei einer überschaubaren Nutzergruppe kann eine Lösung einfach vereinbart werden. In einem grundsätzlich offenen System wie dem Internet sind jedoch übergreifende und für alle Teilnehmer verbindliche Standards erforderlich. Diese Standards werden für das Internet in den RFCs (Request for Comment) definiert. Auch die der Funktionsfähigkeit des Internet zugrundeliegende Protokollsuite TCP/IP wurde mit diesem Mechanismus entwickelt und standardisiert.
Für die Integration von ISDN ins Internet wurde im April 1994 der Standard RFC 1618 (PPP over ISDN) festgelegt.

Eine Anbindung an das Internet über ISDN besteht aus den folgenden Komponenten:

Internet-Anwendungen Nutzdaten
TCP/IP Adressierung und Flußkontrolle im Internet
PPP Leitungsparameter und Authentifizierung (PAP/CHAP)
HDLC Datenübertragung (Data Link Layer)
ISDN Verbindungsmedium vom Client-PC zum Internet

Auf der Anwendungsebene wird z.B. ein WWW-Browser oder ein Newsgroup-Reader eingesetzt. Diese Anwendungen erhalten die angeforderten Daten über definierte Schnittstellen (z.B. Winsock) vom TCP/IP-Stack. Das TCP (Transmission Control Protocol) sorgt dafür, daß alle angeforderten Datenpakete beim Empfänger ankommen, während IP (Internet Protocol) die Internet-Adressen der angeschlossenen Rechner verwaltet. Für die Initialisierung einer Internetverbindung wird PPP (Point to Point Protocol) genutzt. PPP handelt Leitungsparameter und Transportprotokolle zwischen Remote-PC und Internet-Host aus und prüft die Verbindungsberechtigung. Das Login beim Service Provider kann über Rufnummernüberprüfung im D-Kanal erfolgen oder alternativ bzw. ergänzend über Authentifikation per PAP und CHAP realisiert werden. Als Erweiterung zu PAP (Zugangsdaten werden im Klartext übertragen), bietet CHAP einen "one-way-algorithm" zur Verschlüsselung der Zugangsdaten. Dabei nutzt PPP HDLC (High Level Data Link Control) als Mechanismus zur Datensicherung. Gelegentlich wird PPP over ISDN nach RFC 1618 auch als "synchrones PPP" bezeichnet.

PPP over ISDN nach RFC 1618 bietet sowohl dem Anwender als auch dem Administrator maximale Qualität und Komfort, erfüllt aktuelle Sicherheitsstandards und unterstützt die ISDN-Features wie schneller Verbindungsaufbau und hohe Übertragungsgeschwindigkeit. Alle Daten werden beim Login überprüft und die An- und Rückmeldung beim Internet-Host kann in wenigen Sekunden beendet sein. Darüber hinaus ist der Standard RFC 1618 die verbindliche Plattform für die Integration erweiterter Leistungsmerkmale wie z.B. Multilink-PPP (Kanalbündelung) und Kompression.

Der Internet-Provider sollte für ISDN-Kunden Zugänge mit folgenden Leistungsmerkmalen bieten:

  • PPP over ISDN nach RFC 1618
  • Login mit Rufnummernüberprüfung (D-Kanal) und/oder PAP/CHAP
  • Dynamische oder statische Zuweisung der IP-Adresse

Viele Internet-Provider haben PPP over ISDN bereits im Angebot. Aber auch aktuelle Betriebssystemarchitekturen wie das ISDN Accelerator Pack für Windows 95 sowie Windows/NT bieten mit den ISDN-Schnittstellen ausschließlich PPP over ISDN für Internet-Zugang und RAS (Remote Access Service). Die Unterstützung von PPP over ISDN nach RFC 1618 ist Voraussetzung für alle Internet-Konzepte, die mit ISDN-Technologie leistungsstarke und zukunftssichere Lösungen anbieten.

AVM unterstützt die moderne und leistungsfähige Internet-Technologie mit folgenden Produkten:



Top